FAQ: Wohngebäudeversicherung
Absicherung für die eigenen vier Wänden
Für wen ist eine Wohngebäudeversicherung sinnvoll?
Für alle, die ein Wohngebäude besitzen – egal ob selbst bewohnt oder vermietet.
Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihen-/Doppelhäusern
Vermieter (auch Mehrfamilienhäuser) – ideal mit Baustein Mietausfall
Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) – die Gemeinschaft schließt die Police fürs gesamte Haus ab
Eigentümer von Ferien-/Wochenendhäusern (Tarif muss Leerstand/Winterbetrieb abdecken)
Neubauten: während der Bauphase Bauleistungs- + Feuerrohbauversicherung, ab Bezugsfertigkeit Wohngebäudeversicherung
Finanzierte Objekte – Banken verlangen meist eine Gebäudeversicherung
Was ist in der Wohngebäudeversicherung versichert?
Das Haus als Bauwerk – inkl. fest verbauter Teile (z. B. Dach, Fassade, Fußboden, Sanitär, Heizungsanlage, fest montierte PV-/Solarthermieanlagen).
Welche Schäden sind standardmäßig abgedeckt?
Üblich:
- Feuer (Brand, Blitz, Explosion)
- Leitungswasser (Rohrbruch, austretendes Leitungswasser)
- Sturm/Hagel (meist ab Windstärke 8)
Optional als Baustein: Elementarschäden (z. B. Überschwemmung durch Starkregen/Fluss, Rückstau, Erdrutsch, Erdbeben, Schneedruck). Sehr empfehlenswert!
Was ist nicht versichert?
Typische Ausschlüsse: Vorsatz, normaler Verschleiß/Alterung, Konstruktionsfehler, Krieg/Kernenergie.
Wohngebäude vs. Hausrat – wo ist der Unterschied?
- Wohngebäude: Das Gebäude selbst und fest mit ihm verbundene Sachen.
- Hausrat: Alles Bewegliche im Haushalt (Möbel, Kleidung, Elektrogeräte etc.).
Oft ergänzen sich beide Policen.
Was bedeutet „Neuwert“, „Zeitwert“ und „Unterversicherung“?
- Neuwert: Erstattung der Wiederherstellung in gleicher Art und Güte
(ohne Abzug „alt für neu“). - Zeitwert: Neuwert abzüglich Abnutzung/Alter (bei einzelnen Positionen möglich).
- Unterversicherung: Versicherungssumme zu niedrig ⇒ Kürzung im Schadenfall.
Tipp: Tarife mit Unterversicherungsverzicht (bei korrekter Wohnflächen-/Wertangabe) wählen.
Wie wird die richtige Versicherungssumme ermittelt?
Üblich sind Index-/Werttarife (z. B. „Wert 1914“) oder die Wohnfläche nach definiertem Standard ( je nach Versicherer).
Wichtig: Methode des Versicherers einhalten und Fläche korrekt angeben (inkl. ausgebautem Dachgeschoss). So vermeiden Sie Unterversicherung.
Brauche ich den Elementarschaden-Baustein wirklich?
Starkregen, Rückstau, Flusshochwasser, Erdrutsch kommen häufiger vor und können existenzbedrohende Schäden verursachen. Prüfen Sie Rückstauklappen, ggf. Wartezeiten und regionale Risikoeinstufungen.
Deckt die Police grobe Fahrlässigkeit?
Leistungsstarke Tarife leisten bis 100 % bei grober Fahrlässigkeit (z. B. Kerze vergessen). Günstige Tarife begrenzen oder schließen sie aus. Empfehlung: 100 % vereinbaren.
Sind Rohre und Leitungen mitversichert?
- Auf/Im Grundstück: meist versichert.
- Außerhalb des Grundstücks: häufig nur per Zusatzbaustein.
Tipp: Mitversicherungsgrenzen (Meter/Euro), Ortungs- und Aufbruchkosten prüfen.
Sind Nebengebäude, Garage, Carport & Außenanlagen mitversichert?
Oft ja – wenn im Vertrag genannt. Wallboxen, Gartenhäuser, Schuppen und Photovoltaik bitte explizit angeben.
Grenzen und Summen variieren stark.
Wie ist eine Photovoltaik-/Solarthermieanlage abgesichert?
Fest montierte Anlagen sind häufig über die Gebäudeversicherung eingeschlossen bzw. als Baustein erweiterbar (inkl. Ertragsausfall/Mehrkosten). Alternativ: separate PV-Versicherung mit umfangreicherem Deckungsumfang.
Was kostet eine Wohngebäudeversicherung?
Der Beitrag hängt ab von Wohnfläche/Versicherungssumme, Baujahr/Bauart, Dach/Heizung, Vorschäden, Lage/Risikozone (Elementar), Selbstbeteiligung und gewählten Bausteinen. Wir vergleichen Tarife und finden ein Preis-Leistungs-Paket, das zu Ihrem Objekt passt.
Welche Selbstbeteiligung ist sinnvoll?
Üblich sind 150–500 €; bei Elementar auch höher. Eine Selbstbeteiligung senkt den Beitrag – aber nur so hoch wählen, wie Sie im Schadenfall liquide stemmen können.
Wie melde ich einen Schaden richtig?
- Schaden mindern (Wasser abstellen, provisorisch abdecken).
- Dokumentieren (Fotos/Videos, Datum, Ursache, Belege).
- Sofort melden – wir übernehmen die Abstimmung mit dem Versicherer.
- Nichts entsorgen, bis freigegeben.
- Bei größeren Schäden: Sachverständige/Fachfirmen einbinden – wir koordinieren.
Welche Pflichten (Obliegenheiten) habe ich?
Heizung/Leitungen im Winter vor Frost schützen, Gebäude instandhalten, längere Abwesenheiten/Leerstand anzeigen, Umbauten melden, behördliche Auflagen erfüllen. Verstöße können den Versicherungsschutz gefährden.
Vermietete Objekte: Ist Mietausfall mitversichert?
Kann häufig als Baustein vereinbart werden (z. B. nach versichertem Sachschaden). Bedingungen und Höchstentschädigungen beachten.
Neubau – wie bin ich während der Bauphase geschützt?
Für die Bauzeit: Bauleistungsversicherung (bzw. „Bau-Allrisk“) und Feuer-Rohbauversicherung. Nach Einzug geht die Deckung in die Wohngebäudeversicherung über (ggf. nahtlos im Paket).
Kann ich jährlich, vierteljährlich oder monatlich zahlen?
Ja, je nach Versicherer. Jährliche Zahlung ist oft am günstigsten; Raten können Ratenzuschläge enthalten.
Welche Kündigungsrechte gibt es?
- Ordentlich: i. d. R. 3 Monate zum Ablauf.
- Außerordentlich: nach einem Schadenfall oder nach Beitragserhöhung
(Fristen beachten).
Welche Unterlagen/Infos sind für ein Angebot wichtig?
- Adresse, Baujahr, Bauart/Dach, Wohnfläche, Modernisierungen
- Heizung (z. B. Kamin/Ofen), Leitungen, Vorschäden
- Nebengebäude, Garage, Außenanlagen
- Besondere Ausstattung (z. B. PV-Anlage, Wallbox)
Mit diesen Daten liefern wir einen tarifübergreifenden Vergleich.
Ihr Mehrwert durch den Vorsorge-Spezi
Wir prüfen nicht nur den Preis, sondern Bedingungen, Leistungsausschlüsse, Deckungssummen und Bausteine – und begleiten Sie im Schadenfall. So erhalten Sie verlässlichen Schutz statt Überraschungen im Kleingedruckten.